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Geschichte der Russischen Universität für Genossenschaftswesen

Die autonome Non-Profit-Bildungsorganisation für Hochschulausbildung von Zentrosojus der Russischen Föderation „Russische Universität für Genossenschaftswesen“, die 2012 ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert hat, ist eine einzigartige Hochschuleinrichtung von Konsumgenossenschaften. In keinem Land der Welt gibt es solch eine Hochschule für Kaderausbildung fürKonsumgenossenschaften mit solchen Traditionen, Ressourcen und dem Potential.

Der Gründungsprozess der Hochschule für Genossenschaftswesen umfasste einige Etappen. Die Notwendigkeit ihrer Gründung wurde dadurch verursacht, dass sich die Genossenschaftsbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts (nach der ersten russischen Revolution) sehr schnell zu entwickeln begann. Der Bedarf anAusbildung von Genossenschaftskader mit beruflicher Mittel- und Hochschulausbildung wurde immer akuter.

Die Schaffung der Hochschule für Genossenschaftswesen begann mit der Gründung einer Schule bei der Moskauer Schanjawskij-Volksuniversität.Die Schule mit allen Attributen einer Hochschule bildete Fachleute für Verkaufsstellen von Konsumgenossenschaften aus: Geschäftsführer, Buchhalter, Handlungsgehilfe. Zum Studium wurden hauptsächlich Leiter von Genossenschaften mit der Mittelschulbildung zugelassen. Die Struktur einer selbständigen Hochschule – der Allrussischen Hochschule für Genossenschaftswesen (AHG) – wurde 1918 geschaffen.

Das festangestellte Lehrpersonal der Hochschule hatte die höchste Qualifikation für die damalige Zeit. So viele bekannte Namen gab es nicht in allen Hochschulen Moskaus und Petrograds. In der Hochschule unterrichteten die in Russland sowie im Ausland bekannten Gelehrten und Wirtschaftler – M.I.Tugan-Baranowski, V.N.Selheim, V.F.Totomiants, A.F. Fortunatow, S.N. Prokopowitsch, S.A.Kablukow, N.P. Makarow.

Hervorragender Gelehrter, Klassiker der Weltwirtschaft,Leader der Genossenschaftsbewegung in Russland Alexander VasilievichChayanovleistete einen wichtigen Beitrag zur Bildungseinrichtung.

Im Jahre 1932 baute der Gründer der Hochschule - Allrussischer Zentralverband der Konsumgenossenschaften (Zentrosojus)–eine kleineStadt von sechs fünfstöckigen Gebäuden für die Hochschule auf der Wolokolamsker Chaussee.

1935 wurde die Hochschule ins Moskauer Institut für den sowjetischen Genossenschaftshandel (MISGH) umbenannt.

Während des Großen Vaterländischen Krieges wurde das Moskauer Institut für den sowjetischen Genossenschaftshandel nach Kasachstan evakuiert. Viele Lehrer, Mitarbeiter und Studenten von MISGH gingen an die Front, darunter auch Studentin Vera Woloschina. 1994 wurde ihrder Titel Held der Russischen Föderation postum verliehen.

Ab 1959 befindet sich die Hochschule in der Stadt Mytischider Moskauer Region und bekommt den Namen des MoskauerInstituts für Genossenschaftswesen.

Im Auftrag des Ministerrates der UdSSR erhielt das Institut 1987 den Status des Bildungs- und Wissenschaftskomplexes von Konsumgenossenschaften, der aus der Hochschule, dem All-Union-Forschungsinstitut für Konsumgenossenschaften und dem Institut für Fortbildung bestand.

1992 erhielt das MoskauerInstitut für Genossenschaftswesen den Universitätsstatus und wurde in die Moskauer Universität für Genossenschaftswesen umbenannt. Seit 2006 heisst sie Autonome Non-Profit-Organisation für Fachhochschulausbildung von Zentrosojus der Russischen Föderation „Russische Universität für Genossenschaftswesen“.

Das Schicksal der Hochschuleinrichtung für Genossenschaften wie das der ganzen Berufsausbildung in Russland war nicht einfach. Aber eines ist klar:im Laufe der Existenz der Universität ist ihre Bedeutung für die Entwicklung des Genossenschaftssystems, für die globale Genossenschaftsbewegung in der Welt sowie für Wirtschaftsbranchen Russlandskaum zu überschätzen. Bedeutung und Auswirkung der Hochschule kam nicht nur bei Kaderausbildung, sondern auch bei Gründung auf der Basisder Universität eines koordinierenden und führenden Zentrumsfür wissenschaftliche und methodische Arbeit aller Bildungseinrichtungen für Genossenschaften zum Vorschein. Aber allein die Tatsache, dass in diesem Zeitraum Hunderttausende von Absolventen für russische Konsumgenossenschaften und mehr als fünftausend Genossenschaftler für die Länder von Asien, Afrika, Lateinamerika, für Polen, Bulgarien, die GUS-Länder und die Länder von Baltikum ausgebildet sind, reiht die Universität unter einzigartigeBildungseinrichtungen ein.

Derzeit ist die Russische Universität für Genossenschaftswesen mit ihrer 100-jährigen Geschichte ein führendes pädagogisches, wissenschaftliches, innovatives und methodisches Zentrum nicht nur für das Konsumgenossenschaftssystem Russlands und die Genossenschaftsbewegung in der Welt, sondern auch für die ganze Berufsausbildung von Genossenschaftskader in Russland. Die Universität verwirklicht innovative Programme von Elementar-, Mittel-, Hochschulausbildung, zusätzlicher Berufsausbildung nach einer breiten Palette von Spezialitäten und Ausbildungsbereichen von Bachelor, Master, Postgraduierten und Doktoranden.